Thema: Mit Mundhygiene gegen Mundgeruch das Risiko für Schlaganfall minimieren.

Orale bakterielle Signaturen in Hirnthromben von Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall, die mit einer Thrombektomie behandelt wurden

 

Es wurde berichtet, dass chronische Infektionen Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten und ischämischen Schlaganfall sind. DNA von oralen Bakterien, hauptsächlich aus der Viridans-Streptokokken-Gruppe, wurde in koronaren Thrombusaspiraten von Myokardinfarkt und zerebralen Aneurysmen nachgewiesen. Es ist bekannt, dass Viridans-Streptokokken eine infektiöse Endokarditis verursachen und thrombogene Eigenschaften besitzen. Wir untersuchten das Vorhandensein von oraler bakterieller DNA in Thrombusaspiraten von Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall, die mit mechanischer Thrombektomie behandelt wurden.

 

Von 75 Patienten (69% Männer; Durchschnittsalter 67 Jahre) mit akutem ischämischem Schlaganfall wurden Thrombusaspirate und arterielles Blut entnommen. Das Vorhandensein von Streptococcus-Arten, hauptsächlich der Streptococcus mitis-Gruppe, die zu Viridans streptococci sowie zu Porphyromonas gingivalis und Aggregatibacter actinomycetemcomitans gehören, in Proben wurde unter Verwendung einer quantitativen Polymerasekettenreaktion mit spezifischen Primern und Sonden bestimmt. Die relative Menge an bakterieller DNA in einer Probe wurde mit der Vergleichsschwellenzyklusmethode bestimmt. Bakterielle DNA wurde in 84% (n = 63) der angestrebten Thromben nachgewiesen, und 16% (n = 12) der Proben wurden als bakterielle DNA negativ angesehen. DNA von Streptococcus-Arten, hauptsächlich der S-Mitis-Gruppe, wurde in 79% (n = 59) der Proben gefunden. Die mediane relative Menge an Streptococcus-Spezies-DNA war im Vergleich zu den Kontrollblutproben derselben Patienten 5,10-fach höher. Alle Thromben waren sowohl für P gingivalis als auch für A actinomycetemcomitans negativ.

 

Schlussfolgerungen

Dies ist die erste Studie, die das häufige Vorhandensein von bakterieller DNA aus Viridans-Streptokokken in angestrebten Thromben von Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall zeigt. Streptokokkenbakterien, die zumeist oralen Ursprungs sind, können zum Fortschreiten und zu thrombotischen Ereignissen bei zerebrovaskulären Erkrankungen beitragen.

 

Originally published 23 May 2019

https://doi.org/10.1161/JAHA.119.012330

Journal of the American Heart Association. 2019;8:e012330

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